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Wortgefunkel - "Ein Abend der Leisen Worte" - sinnliche Gedichte vom Autor Torsten Anton

07.11.2026 um Uhr

Wortgefunkel - "Ein Abend der Leisen Worte" - sinnliche Gedichte vom Autor Torsten Anton

 

Das Spiel eines Kontrabasses wird in den Abend einführen und zwischendurch ab und zu wieder von sich hören lassen, einen Klangteppich ausbreitend, um die Möglichkleit zu geben das Gehörte wirken zu lassen und auf das Kommende vorzubereiten.

 

Mit „Wortgefunkel“ legt Torsten Anton einen sinnlichen und zugleich tief reflektierten Gedichtband vor, der die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen auslotet. Der Titel ist dabei Programm: Die Worte funkeln, schimmern und leuchten in unterschiedlichen Farben – mal zart und verletzlich, mal intensiv und leidenschaftlich. Diese Sinnlichkeit zeigt sich nicht nur in der thematischen Nähe zum Körper und zu zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern auch im Rhythmus der Sprache selbst. Die Verse fließen, stocken, verharren – wie ein Atem, der sich den Emotionen anpasst, die er trägt. Der Gedichtband ist ein stilles, zugleich eindringliches Werk, das den Leser nicht überrumpelt, sondern behutsam in die feinen Zwischenräume menschlicher Empfindungen führt. Es ist ein Band, der nicht laut sein muss, um gehört zu werden. Seine Kraft liegt in der leisen Intensität.

Zentral für den Band ist die konsequente Hinwendung zum inneren Erleben. Anton schreibt über Liebe, Sehnsucht, Verlust, Hoffnung und die leisen Momente der Selbstbegegnung. Seine Gedichte zeichnen sich durch eine starke Bildsprache aus, die Gefühle nicht nur beschreibt, sondern spürbar macht. Dabei gelingt es ihm, Emotionen in klare, zugängliche Worte zu fassen, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Dabei vermeidet er Pathos und setzt stattdessen auf Authentizität. Besonders eindrucksvoll ist seine Fähigkeit, flüchtige Gefühle in greifbare Bilder zu verwandeln – ein Blick, der zulange verweilt, eine Berührung, die mehr Abwesenheit als Nähe enthält, oder die stille Erkenntnis der eigenen Vergänglichkeit.

Besonders hervorzuheben ist die sinnliche Qualität seiner Sprache. Viele Verse wirken fast körperlich erfahrbar – als würden sie nicht nur gelesen, sondern empfunden werden wollen. Gleichzeitig bewahrt der Autor eine gewisse Leichtigkeit. Die Gedichte sind nicht überladen, sondern lassen Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Antons Sprache ist klar, aber niemals kühl. Sie besitzt eine tastende Qualität, als würde jedes Wort sorgfältig gewogen, bevor es den Raum betreten darf.

Ein weiterer Reiz des Bandes liegt in seiner emotionalen Vielfalt. Auf intensive, fast schmerzhafte Passagen folgen ruhigere, hoffnungsvolle Töne. Diese Wechsel verleihen dem Werk eine authentische Dynamik, die den Leser durch unterschiedliche seelische Zustände führt und dabei stets glaubwürdig bleibt.

Schon beim ersten Durchblättern wird deutlich, dass Wort und Bild hier eine symbiotische Beziehung eingehen. Die Fotografien sind keine bloßen Illustrationen, sondern eigenständige emotionale Resonanzräume. Sie wirken wie Atempausen zwischen den Gedichten, wie visuelle Echos dessen, was sprachlich angedeutet wurde.

Wortgefunkel ist ein gefühlvoller und ausdrucksstarker Gedichtband, der durch seine sinnliche Sprache und emotionale Ehrlichkeit überzeugt. Torsten Anton gelingt es, die Komplexität menschlicher Empfindungen in leuchtende Worte zu fassen und damit ein Werk zu schaffen, das berührt und nachklingt. Dieser Band verlangt kein hastiges Lesen. Er lädt dazu ein, innezuhalten, zurückzukehren und sich selbst in den Zeilen zu begegnen. Es ist ein Werk, das weniger Antworten gibt als Räume öffnet – Räume für Erinnerung, für Melancholie, für Zärtlichkeit. Anton gelingt mit diesem Gedichtband eine berührende Komposition aus Wort und Bild, die noch lange nachhallt. Ein stilles, sinnliches Buch über das Menschsein in all seiner Zerbrechlichkeit und Schönheit.

 

 

Biografisches

 

Torsten Anton wurde 1963 geboren. Aufgewachsen in Sachsen-Anhalt und geprägt durch seine Jahre in Brandenburg und Berlin, führten ihn seine Wege in ganz unterschiedliche Lebens- und Arbeitswelten.

1990 schloss er in Potsdam sein Studium der Politischen Wissenschaften erfolgreich ab. Anschließend war er in verschiedenen Bereichen tätig – unter anderem in Vereinen, der Wirtschaft und im Öffentlichen Dienst. Unterschiedliche Menschen, Erfahrungen und Lebenssituationen begleiteten ihn dabei und wurden zu einem reichen Fundus für seine heutigen lyrischen Arbeiten.

Seit vier Jahren widmet sich Torsten Anton intensiv der Lyrik. In seinen Gedichten lotet er die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen aus – von Liebe und Sehnsucht über Nähe und Verlust bis hin zu Hoffnung, Einsamkeit und Selbstbegegnung.

Seine Gedichte führen behutsam in die feinen Zwischenräume menschlicher Empfindungen. Sie halten inne, wo Worte oft fehlen, geben Gefühlen eine Stimme und laden dazu ein, Bekanntes aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Bei seiner Lesung nimmt er die Zuhörer mit auf eine poetische Reise durch die Höhen und Tiefen des Menschseins – leise, berührend und manchmal mit einem Augenzwinkern. Er lädt dazu ein, für einen Augenblick innezuhalten, nachzufühlen und sich selbst zwischen seinen Zeilen wiederzufinden.

 

 

 

 

 

 

 
 

Veranstalter

Café Matschke Am Neuen Garten

Alleestr. 10
14469 Potsdam

(0331) 2800359

E-Mail:
www.matschkes-galeriecafe.de

Öffnungszeiten:

 

Montag                        Ruhetag

Dienstag                      15.00 - 22.00 Uhr

Mittwoch                     15.00 - 22.00 Uhr

Donnerstag                  Ruhetag

Freitag                         15.00 - 22.00 Uhr

Samstag                      12.00 - 22.00 Uhr

Sonntag                       12.00 - 22.00 Uhr

 

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